Die richtige Medienausbildung
Geschrieben von Ruben am 17. May 2008 | Abgelegt unter Medientage
Der ideale Weg um am nicht allzu rosigen Arbeitsmarkt im Medienbereich fußfassen zu können lässt sich nicht voraussagen. Vom Praktikum oder der Lehrredaktion über eine freie Mitarbeit bis hin zu einer fix bezahlten Stelle bei einem Medium führt ein schwerer - fast ungangbarer - Weg. Um überhaupt dorthin zu kommen gibt es die unterschiedlichsten Konzepte.
Unumstößlich scheint einzig eine gute Allgemeinbildung zu sein. Der aktive Konsum von unterschiedlichen Medien mit und ohne anspruchsvoller Qualität kann natürlich nicht schaden. Ob nun ein Studium oder der Weg über eine FH Voraussetzung ist, hängt wohl mehr von der Einzelperson ab. Eine pränatale Medienpädagogik oder zumindest die Schaffung eines Bewusstseins im Kindergarten- und Volksschulalter währe nicht nur für Produzenten sondern auch für den allgemeinen Medienkonsum des Landes förderlich. Zumal - zumindest was die gesetzlichen Pflichten angeht - nicht nur die von den großen Verlagshäusern herausgegebenen Medien als solche zu behandeln sind, sondern selbst Blogger und Websitebetreiber als Medienproduzenten gelten. Zu spät zum verstehen und erlernen ist es natürlich niemals.
Wenn Fred Turnheim, Präsident des Österreichischen Journalisten Clubs, bei den Jugendmedientagen einen starken Wandel des Berufsfelds des Journalisten konstatiert, dann heißt dies noch lange nicht, dass wir uns dunklen Zeiten nähern.
Die Vielzahl an Hobby und Freizeitjournalisten mit dem dringenden Bedürfnis sich mitzuteilen fordern neben einem guten Riecher für das Wesentliche nur die Stärkung bereits altbekannter Fähigkeiten.
Das Filtern von Informationen, die zuverlässige Prüfung auf Plausibilität, das Vertrauen auf zuverlässige Quellen sowie die Fähigkeit einer korrekten Recherche. Wer nicht nur auf eine Form setzt sondern für Ton, bewegtes Bild und geschriebenen Text gleichermaßen Umsetzungsfähigkeiten bildet, dürfte gute Chancen im Berufsfeld des Journalismus haben.
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